Der Soldat im Mittelalter

 

(Leseprobe)

 

1. Einleitung

 

Galt es im Mittelalter des 12. und 13. Jahrhunderts eine bewaffnete Auseinandersetzung auszufechten, so rief der jeweilige Herrscher auf zur Heerfahrt. Dieser Aufruf erging an Adel ebenso wie an alle Stände des Nichtadels. Während z. B. der König seine ihm zur Treue verpflichteten Fürsten und Ritter zur Gefolgschaft aufforderte, riefen diese ihre kriegspflichtigen Lehensträger und Hintersassen herbei. […]

 

 

2. Zusammensetzung des Heeres

 

Das Heer setzte sich aus allen Teilen der Bevölkerung zusammen, das heißt neben Rittern ebenso aus Stadtbevölkerung (Bürger) und Bauern. […]

Neben diesen ihrem Herrscher verpflichteten Kriegsdienern gab es die Gruppe der angeworbenen Soldtruppen, die für einen bestimmten Sold stritten. […] Trotzdem ist stets zu bedenken, wie weit die Treue solcher Truppen gegenüber dem Heerführer ging […]

 

 

3. Ausbildung

 

[…] Es wurden natürlich auch Waffenübungen abgehalten, so z. B. das Schlagen mit Schwert und Keule auf einen Pfosten, Zielübungen mit Speer, Pfeil und Bogen, Steinschleuder, das Schlagen mit Kugeln, die über Ketten an Holzgriffen befestigt waren.

Auch wurden Reitübungen durchgeführt […]

 

 

4. Rüstung/Körperschutz

 

[…] Unter dem Helm wurde eine Kapuze aus Stoff oder Leder, die Waffenkappe, getragen. Sie konnte zur Dämpfung von Schlägen ausgepolstert sein. Manchmal war sie auch mit Blechstücken oder Ringen besetzt. […] Am Oberkörper wurde der Haubert, ein Hemd aus Tuch oder Leder, getragen. Er konnte lange Arme besitzen und war etwa bis ins Jahr 1200 knielang oder länger. […] Eine besondere Rüstung der Beine bestand bis ins 12. Jahrhundert nicht […]

Trotz dieser groß erscheinenden Vielfalt der Rüstungsmöglichkeiten muß hier jedoch angemerkt werden, daß gewöhnliche Soldaten auch mit nicht viel mehr am Leib in den Kampf zogen, als sie als Zivilisten trugen […].

 

 

<<< zurück zu "Referate"